Sonntag, 28. september 2008 7 28 /09 /2008 14:05
Freundinnen....

.…ein Kapitel für sich! Frauen waren mir immer suspekt, sie lügen, sind lamoryant, sie sind niemals korrekt oder ehrlich. Das war meine Ansicht und dabei hätte ich bleiben sollen. Denn bis zum Jahr 2005 hatte ich keine solche und lebte gut. Durch ein Internetforum habe ich dann Cor..kennen gelernt, lange Zeit habe wir nur online diskutiert ,bis sie mir überraschen schrieb sie sei demnächst in Wien und es wäre doch nett wenn wir uns kennen lernen würden. Zugegeben,  erschien mir recht intelligent, formulierte gut und die Forenbeiträge hatten mich neugierig gemacht, also sagte ich zu.
 Was ich, heute betrachtet, besser gelassen hätte. Es war alles Tünche, Cleverness die mit
Herzensbildung und Intelekt nicht gemein hatte.

Als sie in dem Hotel auf mich zu kam, war der erste Eindruck: auf eine maskuline Weise recht gutaussehend, ein breitflächiges Gesicht ohne Make-up, unregelmässige Zähne, das mittelblonde Haar nicht besonders gut frisiert aber mit einem schwarzen Haarreifen zurückgehalten. Ich habe sie in der Zeit unserer Freundschaft nie ohne diesen Reifen gesehen, egal bei welcher Gelegenheit auch immer – heute meine ich es ist ein Fetisch für sie. Besonders elegant gekleidet war sie auch nicht, ein grauer Mantel, Jeans und rosa Pullover, ich habe sie in den Jahren nie anders als in dieser Aufmachung gesehen, im Sommer kam dann noch ein grauer Pullover dazu. Da ich selber sehr auf passende Garderobe wert lege, irritierte es mich ein wenig, weil aus ihren Angaben immer herauszulesen war, dass sie beruflich mit den Reichen und den Schönen dieser Welt zusammenkam. Und trotzdem, ich mochte sie, irgendwie war sie mir sympathisch und wir verstanden uns gut. Trotz des Altersunterschieds von zwanzig Jahren.

Natürlich wusste ich, dass sie sehr gut schreiben konnte. Und wie sie schrieb, so erzählte sie auch.
Sie erzählte mir von den tollen Jobs die sie schon gehabt, von den Reisen die sie gemacht hätte und den Leuten die kannte. Warum sollte ich ihr nicht glauben, ich selber lüge nicht, es ist mir zu anstrengend und natürlich weiss ich, dass jede Lüge widerlegt wird. Lieber im Moment die Konsequenzen tragen, meine Devise.

Cor...hatte zu dieser Zeit ein Verhältnis mit einem bekannten Arzt aus Wien, mit welchem sie angeblich eine Firma gegründet hat, irgendwas mit Blut, aber so genau habe ich das nicht verstanden und ihre Aussagen waren auch nicht umfassend. Dieses Verhältnis war angeblich von der Ehefrau sanktioniert. Ihr Wohnort ist allerdings in Bayern, sodass sie sich nicht so oft sehen konnten. Nun bin ich nicht dazu da um zu urteilen, und wenn es sich um Liebe handelt, bin ich die Letzte die verurteilt. Ja…wenn es sich denn um Liebe gehandelt hätte…

Nun gut, wir haben uns also verstanden, viel gelacht und es hat sich etwas wie eine Freundschaft ergeben. Cor..ist 20 Jahre jünger als ich und irgendwie habe ich in ihr eine Tochter gesehen, eine Tochter die ich leider nie bekommen habe. Wir wurden wirklich in relativ kurzer Zeit sehr vertraut, sie wusste von mir und ich (dachte ich )wusste alles von ihr.  Ich war sowas von dumm!
Einige Monate haben wir zusammen nette Dinge unternommen, obwohl wir doch weit auseinander wohnten. Ich bin eine sehr grosszügige Person und wenn ich helfen, oder jemanden eine Freude machen kann, dann tue ich das auch. Als wir eines Tages unterwegs waren funktionierte ihre Kreditkarte nicht und es war selbstverständlich dass ich eingesprungen bin, warum auch nicht. Ich nahm an, irgendwann würde sie das schon regeln. Doch ab da bezahlte ich immer…….

Ja, dann stellte sich heraus, dass sie keine Arbeit hatte…
Sie erzählte mir, dass die Firma mit Prof. DieSchw. aus Wien ein Flop sei und nichts bringe und sie nun auf Arbeitssuche sei. Ausserdem hätte er ihr Vorwürfe gemacht wegen der Firmen-Kreditkarte, irgendwie sei das Verhältnis zu Ende.
Doch der nächste Liebhaber war scheinbar schon gefunden.
----- Ursprüngliche Mail ----
Von: Cor..Rie...
An: NR
Gesendet: Mittwoch, den 19. Juli 2006, 14:16:35 Uhr
Betreff: good news ...
… gerade haben die amerikaner angerufen.
Ich soll morgen um 16uhr in schaffhausen sein.
Na dann fahr ich mal morgen nach schaffhausen und zeige mich von meiner besten seite
Bitte bitte bitte
Dem benno hab ich auch geschrieben ...
Ich kopier es dir :

Wow … what a picture. The peacock looks like an animal straight out of a fairytale.
Benno
Of course can we talk
And nothing is too late.
I love you - this hasn´t changed and there is no day I m not thinking of you a thousand times.
I was really convinced that this between us could become a wonderful lovestory …and then I read what you wrote to Cara and I began to feel uncertain how you see our relationship.
I never do things halfhearted … whatever it is and this is also the way how I love.
You never know where things are going or how they develop … but … I am not a person for amusement in between.
Ach Benno .. it is hard to explain this in english … do you have an idea what I mean?
I miss you badly …
Kiss you Benno … and how wish I could do it in person.
Take care and have a beautiful day
Cor....

From: B.St…….@hispeed.ch]
Sent: 2006.07.19 Wed 09:28
To: Cor...Rie...
Subject: White peacock--Good luck to you ~Absolutely beautiful! ~
What’s up sweetness….. Could we chat about “US” or is it to late… I miss you!!
Your touch, kisses, love and you being you around me!!!
Kiss… in your heart…..
Benno


Cor..berichtete dann von  Benno, er sei bei der Swiss, Südafrikaner , doch sein Geld- etwa eine Million Euro – hätte er auf einer Insel (Jersey ?) und als es sich herausstellte, dass er nicht gewillt war das zu ändern, war es mit der Liebe sehr rasch zu Ende.Was sie nicht hinderte mit seinem Sohn in engen Kontakt zu bleiben.
 Dass es auch mit dem angeblichen Job bei den Amerikanern nichts wurde, wundert mich heute nicht, die Qualifikationen waren einfach nicht gegeben, aber das wusste ich zu dieser Zeit noch nicht. Ich hatte einfach nur Mitleid als die Absage kam und es kamen immer nur Absagen.
Aber, und das erklärte sie dezidiert, kein Problem, sie bekäme noch rund 15.000€ von einer grossen Motorradfirma und dann würde es ihr wieder gut gehen.

Doch nur etwas später erklärte sie mir ganz entsetzt, Kawasaki wäre in Konkurs gegangen und sie hätte verloren. Ich bin zwar im Motorradsport nicht bewandert, aber dass ein so grosser Konzern Konkurs machen sollte wunderte mich schon, aber in Japan war zurzeit die Konjunktur schwach, also glaubte ich ihr. Warum auch nicht? Möglich ist ja alles. Vielleicht wollte ich es glauben, ich hatte sie doch gern und natürlich Mitleid. Ich mochte sie doch
. Dass ich wirklich blind und naiv war, das weiss ich erst heute. Dass ich in einen Sumpf von Korruption,Betrug, Lüge ,Sexabartigkeiten, Geldgier,Gemeinheit und menschenverachtenden Handlungen hineingezogen würde, das hätte ich zu dieser Zeit niemals geglaubt, und doch....es war und leider ist es heute noch so.

von Rita - veröffentlicht in: Zindel
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