Montag, 29. september 2008 1 29 /09 /2008 12:37

Meine Anteilnahme war ehrlich, da ich aber zum Jahresende in Pension gegangen war und meinen Umzug in die Schweiz plante, konnte ich sie nicht treffen, wie ich auch niemals in all der Zeit zu ihr nach Hause eingeladen worden war.
Wir vereinbarten, dass sie mir in der ersten Märzwoche bei der Übersiedlung helfen und ich ihr natürlich alles gut bezahlen würde und wir hätten viel Zeit zu reden. Und ich könnte mich um sie kümmern, denn das Verhältnis zu ihrer Mutter war, so sagte sie, denkbar schlecht.

Mittlerweile - der Februar neigte sich dem Ende zu -  hatte ich alles gepackt, als Cor... mich anrief.. Nun habe sie doch noch eine Anstellung als Managerin bekommen, nein , bestimmt nicht an dem Ort wo jener Mann sei, auf der anderen Landesseite. Ich möge doch bitte verstehen, dass sie das Angebot nicht ausschlagen könne und nicht böse sein und niemals vergessen das sie nur mich….und so weiter und so weiter, das Übliche eben. Was sollte ich sagen, was sollte ich machen, außer meinen Umzug alleine über die Bühne zu bringen.
Sicher ich war verärgert und eigentlich wollte ich jetzt diese Freundschaft, wo einer nur gibt und einer nur nimmt im Sande verlaufen lassen
. Warum habe ich es nur nicht getan.
Die Kommunikation war sporadisch, mal ein E-Mail, mal ein ganz kurzer Anruf. Immer die Aussage der Arbeitsplatz wäre in Ordnung, es sei nur schrecklich heiss und Heimweh, nach dem Hund, den Katzen und mir hätte sie auch.

Noch einige kurze Kontakte - bei denen ich sie aber nur ihre neue Arbeit wähnte - meist über Skype.
Ich war wirklich der Meinung sie würde arbeiten.

Fair…fai…..@gmail.com 06.05.07
an ritaeva.n…..@gmail.com
datum 06.05.2007 14:20
betreff ICH LEBE NOCH
Hallo meine Süsse
Ich lebe noch …. Aber leider völlig ohne Kommunikationsmittel.
Die Telefonkarte im SA Handy ist hinüber und sie schicken mir eine neue. Eigentlich sollte sie schon da sein, aber Südafrika halt ... Hektik hat hier keiner. Im laufe der Woche wird sie ja wohl kommen, dann kann ich wenigstens SMS schreiben.
Hier ggeht alles gut. Der Job ist relativ fad, aber das ist ja egal.
Die Leute sind nett, und alles bestens soweit. Nur dass sie dauernd afrikaans plappern geht mir etwas auf die Nerven - ich werd es wohl doch noch lernen müssen.
Sonst gibt es nicht viel zu berichten ... es ist immer das gleiche.
Ausser dass ich ein wenig Heimweh hab, dich schrecklich vermisse ... vor allem unsere „Ratsch-stunden“.
Internet ist hier schwierig, weil auch pro Minute abgerechnet wird, aber ich hab hier einen gefunden, der ein Klamottengeschäft hat, und mich ab und zu an den Computer lassen wird.
Blöd ist das auch, wegen Jobsuche in Europa.
Was gibt es bei dir neues? Erzähl mir was nettes.
Sobald ich die Karte hab, schicke ich dir eine SMS, dann können wir vielleicht mal kurz telefonieren.
Ich drück dich, ich umarm dich .... und ein ganz DICKES Bussi
Grüss mir dein „Kind“ J
Alles alles Liebe ....
Deine sehnsüchtige Cor...


Dann nichts mehr. Obwohl ich geschrieben habe.Weil ich trotzdem in Sorge war, telefonierte ich mit ihrer Mutter.
Diese sagte wörtlich auf meine Frage wie es der Tochter gehe:
„Na, vielleicht hat er sie schon erschossen, sie wisse auch nichts!“ Ich fragte wer? „ Na, der Erh..!"
Es stellte sich heraus, dass sie sehr wohl wieder zu Dr.Web. gegangen war. Jetzt war ich wirklich betroffen, sprachlos und wütend. Weil ich nicht verstanden habe, warum sie mich so angelogen hat.
 Wir haben uns sehr lange unterhalten, Frau R...hat mir dann erzählt, dass ihre Tochter eine einzige Enttäuschung wäre, die nie etwas Richtiges gelernt und keiner geregelten Tätigkeit nachgegangen wäre. Sie hätte es schon lange aufgegeben sich Illusionen zu machen. Aber es müsse Geld ins Haus, sie, die Mutter, kann die Kredite und Schulden von ihrer kleinen Rente nicht mehr bezahlen.
Auf diese Nachricht war für mich die Freundschaft beendet. Ich wollte mit Lügen, Betrug und Verantwortungslosigkeit nichts mehr zu tun haben.

Und doch... wieder habe ich mich einwickeln lassen, als sie mailte, wie sehr sie mich vermisse, dass sie sich nicht getraut hätte, die Wahrheit zu sagen, damit ich sie nicht verurteile und anderes mehr. Sie würde aber Mitte Juli nach Hause kommen, worauf sie sich schon freue, endlich wieder mit mir zu reden.

"Rie...Cor....@t-online.de an mich
Details anzeigen 03.07.07
Hallo meine Liebe
Heute vom T-online account, da ich mich in die Googlemail nicht mehr einloggen kann. Falsches Passwort. Sie haben mir zwar ein neues geschickt, aber an die bonbrook Adresse, an die ich von hier nicht heran kann.
Warum schreibst du denn nie zurück?
Sooo böse auf mich?
Ich hab doch versucht es zu erklären, was hätt ich denn anderes tun sollen – und ein einziges Wort und ich hätte es nicht getan.
Bitte bitte verzeih mir doch und sei nimmer bös mit mir. Du fehlst mir doch so sehr.
Gestern waren Leute aus Wien in der Lodge, ein Dr. St….. (Zahnarzt) und seine Freundin. Das war eine nette Abwechslung und endlich mal wieder jemand zum Plaudern.
Ansonsten ist die Situation unverändert, ich hangle mich von Tag zu Tag ... bewerbe mich und kriege – wenn überhaupt eine Antwort wie üblich Absagen. Am 18 Juli flieg ich nach Haus ... ich zähle schon die Tage und Stunden ... für zwei Wochen, wenn sich nichts mit einem Job ergibt, aber damit rechne ich schon gar nicht mehr und versuch mich damit abzufinden, dass ich wieder zurück muss.
Was gibt es denn Neues bei Euch, alles OK?
Ach bitte Rita bitte bitte ... schreib mir doch zurück, ein klitzekleines Mail.
Ich hab dich doch lieb und drück dich fest.
Grüsse auch an den Ro...
Cor...

---------- Forwarded message ----------
From: Rita-Eva N……….
Date: 03.07.2007 11:16
Subject: Re: Sei doch nimmer bös.
To: "Rie..Cor..@t-online.de
Hallo Cor..
nein böse bin ich nicht, nur sagenhaft enttäuscht und fassungslos.
Warum die Lügerei..? Ich habe es geahnt, bestätigt hat es mir deine Mama, mit der ich telefoniert habe.
Was ich dazu meine, habe ich Dir alles gesagt. Und ich habe es bestimmt gut gemeint.
Wenn Du auf diese Art und vor allem mit so einem Idioten glücklich bist, dann soll mir das recht sein.
Überings habe ich zurückgeschrieben und auch sms habe ich geschickt. Ich weiss nicht wo sie sind. Ich traue diesem Herrn aber zu, dass er das verschwinden lässt. Cor.. es gibt sicher hier auch eine Möglichkeit. Und noch etwas, Deine Mama ist sehr aufgeschlossen. Was sie mir gesagt hat, dass hat mich überrascht. Ich glaube Du schätzt sie falsch ein.
Aber, wie auch immer, es ist alles Deine Entscheidung. Das du mir fehlst brauche ich wohl nicht groß zu betonen. Sehr sogar... und noch etwas *Müssen* muss man gar nichts.

Bei mir ist soweit alles OK, wir haben uns sehr gut eingelebt. Nur ist das Auto kaputt, und ich muss auf ein neues sparen. Zur Zeit bin ich Bahnfahrerin, was ich gerne mache, aber manchmal wäre ein Auto gut.
Cor.. es gibt bestimmt eine Möglichkeit auch hier einen Job zu finden. Ich weiss es ist schwer die Ansprüche heruntr zu schrauben, aber irgend etwas findet sich immer. Es muss ja nicht in Südafrika sein. Das Haus wirst Du sowieso nicht behalten könne, das sagt die Mama auch. Ich weiß es ist total deprimierend, aber Du kannst dich da heraus reissen. Melde Privatkonkurs an und Du bist Deine Schulden, die sich immer mehr aufstapeln , los.
Ich habe seit Monaten mit niemandem mehr ratschen könne, Si…. meldet sich auch nicht mehr.
Das Forum dümpelt so vor sich hin. Ich habe die Hochzeitszeitung für Maxi und Sunny gemacht. Leider ist V……. mit einem Beitrag im Rückstand, sonst wäre sie schon fertig.
Noch fahre ich nicht besonders gerne zu diesem Event, aber das ist bei mir immer so.
Nächste Woche kommt Carl...er ist immer noch im Berufsstress.. da hat sich nichts geändert.
Mal sehen was daraus wird. glaub mir, manchmal bin ich recht einsam. Aber man gewöhnt sich an alles.
Ach ja, das Wort habe ich gesagt, ich habe gesagt komm zu mir, wir reden und sehen weiter. Aber deine Freundin Brigitte oder so, hat Dir ja zugeredet, also was sollte ich da noch tun.
Ich hab Dich auch sehr lieb, vielleicht bin ich deshalb so entsetzt, dass du dich wieder an dieses Scheusal prostituieren musstest. Das hast Du nicht nötig. Komm zurück und wir reden, aber diesmal ehrlich.
R…….. war auch ganz hin und weg, als er erfahren hat, was Du wieder gemacht hast.
Ich drück Dich ganz fest.
Rita

 So diene das Lügen narzisstischen Menschen als weitgehend unbewusste Strategie, schmerzliche Realitäten zu verleugnen, andere zu manipulieren und ihr Selbstwertgefühl zu erhöhen. (Charles Ford)
An dieser Wunschwelt, einer Mischung aus Lüge, Wahn und gefälschten Erinnerungen, halten notorische Lügner oft hartnäckig fest.(Anton Delbrück)



Der gehörnte Ehmann


 

von Rita - veröffentlicht in: Riedel
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