Donnerstag, 19. november 2009 4 19 /11 /2009 19:57

Ich habe kein Problem mit dem Reitsport, lieber anonymer E-Mail-Schreiber!
Der ist Jahrhunderte alt. Ich habe nur ein Problem mit Betrügern im Reitsport. Keine Unterstellungen bitte und den Mund verbieten? Also in zivilisierten Ländern ist die Redefreiheit ein Grundrecht!

Und es ist eine Tatsache, dass betrogen wird. Nur alleine die Dopingfälle der letzten Jahre: Isabell Werth, Christian Ahlmanns, Marco Kutschers, Beerbaum etc. Deutschland, Denis Lynch (Irland) und Tony Andre (Norwegen) Bernardo Alves (Brasilien) ...um nur einige wenige zu nennen

 Dominique Boeuf Starjockey aus Frankreich oder Dario Colagè aus Italien.Lisa Cropp, Championjockey der Jahre 2005/06 und 2006/07 nun national wie weltweit als Jockey gesperrt. Nicht zu vergessen : Nicky Henderson, einer der bekanntesten Galopptrainer Englands dopte Her Majesty's Horse...
 Die Pferde Oligos, Constancy und Swift Sovereign….. Oriental Tiger, Bella Platina ...

Immer wieder geraten der aristokratische Reitsport und besonders seine extremen Varianten ins Gerede:

Gedopte Pferde, brutalste Trainings - Methoden von der Marke "Tierquälerei", zu Tode gerittene Pferde, Kastration um die Leistung zu steigern, Wettbetrügereien, Abzocke.

Denn der elitäre Pferdesport ist ein Millionengeschäft für Züchter, Trainer, Reitstallbesitzer, Medienunternehmer und die Zocker-, Abzocker & Glücksspielmafia.

Dass dann schon einmal Behörden bestochen werden, um eine Arbeitsbewilligung zu erlangen, ist fast ein Kavaliersdelikt.

Aber auch die Geschäfte rund um den Gaul mit den großen treuherzig-braunen Augen sind wie alle Geschäfte erst mal Geschäft - tote Gäule stören da nur und schaden dem Umsatz

Der Tanz und der Kampf um das goldene Kalb mit dem Namen "Reitsport" wird also weitergehen, und von seinen Opfern - den Pferden - spricht niemand. Fast so wenig wie von den Umsätzen, den Gewinnen und Schweinereien, die im Pferdesport und rund um den Gaul gemacht werden.

Jahr für Jahr sterben viele Rennpferde in Ausübung ihrer Leidenschaft- das Laufen von Galopprennen!

Der Körper der jungen Rennpferde wird schon im Alter von einem Jahr unter einem Jockey auf Rennen trainiert! Mit 2 Jahren müssen Sie schon Ihre ersten Rennen bestreiten!

Laut aktuellen Berichten starben im Jahr 2006 über 320 Rennpferde (Daten nur aus Nordamerika), obwohl die Dunkelziffer um einiges höher ist als angegeben wird! In England alleine liegt die Zahl der verunglückten Pferde bei 370-400  pro Jahr!

 Der Zweitplatzierte des Kentucky Derbys EIGHT BELLES 3 Jahre, 3. Mai 2008 Röhrbeine der beiden Vorderhände gebrochen! Das Pferd stürzte wegen Erschöpfung im Auslauf!

PINE ISLAND 3 Jahre, 2006 gebrochenes Röhrbein, vor Ort eingeschläfert

HORATIO NELSON 3 Jahre, 2006 gebrochenes Röhrbein, vor Ort eingeschläfert. Dies und noch mehr ist sehr leicht im Internet zu finden. Dokumentiert über lange Jahre…

Dann gab es noch Karl K. das ist schon einige Jahre her. Was den Stall Karl K. besonders suspekt machte, war der Umstand, dass manche seiner erfolgreichsten Pferde in großen und namhaften deutschen Gestüten ein wenig beachtetes Aschenbrödel-Dasein geführt hatten, bevor sie von kapitalkräftigen Schweizer Besitzern gekauft und dem schweizerischen Staatsbürger Karl K. in Obhut gegeben wurden. Unter K's. Händen entwickelten die Ausschuss-Rosse plötzlich ein tolles Renntalent. Gestern wie heute immer noch aktuell, so etwas wird nie unmodern!
Und das Recht sich zu wundern wieso, wird wohl noch erlaubt sein!


Nach chemischen Analysen rannten in jedem fünften der zur Untersuchung bestimmten Wettkämpfen gedopte Pferde mit. Wer diese Ziffern auf den gesamten Rennsport überträgt, blickt in ein einziges stinkendes Sündenbabel.

Deshalb, und nur deshalb, sollte für jeden Turf Club, jeden Reitsportverband, jeden Verein ein Anliegen sein, seine Mitglieder auf das genaueste zu überprüfen.Ganz besonders wenn auf einmal völlig unerwartet Pferde zu Siegern werden. Und wenn eine kleine Jockette, die auf BTC reiten darf, willig ist sexuelle Angebote des Eigners und seiner lesbischen Kumpanin zu akzeptieren, nur der angeblichen Karriere willen, ja dann müssten die Verantwortlichen erst recht hinsehen. Ein kleiner Schritt, kann eine grosse Lawine auslösen…
 
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von Rita - veröffentlicht in: Gesellschaft
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